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Helfer aus dem Münsterland zurück

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Einsatzberichte - Archiv

Eine Hochspannungsleitung wurde auf einer Länge von 3 km zerstört Die drei Helfer, die am 28.11. nach Ochtrup (NRW) entsendet wurden, sind nach sechs Tagen wieder in Baden-Baden eingetroffen. Eine zusammengebrochene Hochspannungsleitung der RWE hatte einen so großen Stromausfall zur Folge, dass aus dem ganzen Bundesgebiet Stromaggregate des THW zusammengezogen wurden um die Stadt Ochtrup zu versorgen. Die Hochspannungsleitung brach zusammen, weil sich zentimeterdicke Eisschichten um die Stromleitungen gebildet hatten und so das Gewicht der Leitung auf das vierfache des zulässigen Gewichts anstieg.

Die Hauptaufgabe der Helfer bestand darin, mit dem mitgebrachten Stromerzeuger am Rande von Ochtrup eine ausgefallene Transformatorstation zu ersetzten. Zusammen mit einem Schaltberechtigten aus Hannover wurde dieser Auftrag noch in der Nacht des Anreisetages in die Tat umgesetzt. Ab dem Zeitpunkt des Einschaltens wurde das Aggregat ständig durch die Helfer betreut, um in einem Störungsfall am Generator oder gar am Stromnetz schnell reagieren zu können. Die 10.000 Volt Freileitung, welche die Station normalerweise an das Stromnetz koppelt, wurde von der zusammengebrochenen Hochspannungsleitung der RWE mit zu Boden gerissen. Aufgrund der anhaltenden Reparaturen an der Hochspannungsleitung konnte die 10.000 Volt- Leitung nicht wieder instand gesetzt werden. Die Freileitung wurde später, unter der Hochspannungsleitung der RWE hindurch, durch ein Erdkabel ersetzt. In dieser Zeit produzierte das aufgestellte Aggregat aus Baden-Baden 3,3 Megawattstunden (MWh) elektische Leistung.

Desweiteren erkundeten zwei Helfer die umliegenden 10.000 Volt und 400 Volt-Freileitungen zu Fuß, um eventuelle Schäden an die Technische Einsatzleitung melden zu können. Eis, welches sich um die Leitungen gebildet hatte, wurde abgeschlagen. Ein Baum, der in einer 400 Volt-Leitung hing und diese bis etwa 3m über den Boden heruntergedrückt hatte wurde mit der Kettensäge entfernt ohne weitere Schäden zu verursachen. Auch wurde die Möglichkeit erkundet, ein 400m entferntes Haus, welches immer noch keine Spannung hatte, an den Baden-Badener Stromerzeuger anzuschließen. Leider scheiterte dies daran, dass die Helfer dort niemanden angetroffen hatten. Jedoch stand ein kleines Aggregat auf dem Gelände, so dass wenigstens das Nötigste mit Strom versorgt wurde. Für mehrere Stunden wurde auch ein Montageplatz für die Notmasten ausgeleuchtet, so dass die RWE und eine Firma für Freileitungsmontagen die Masten zusammenschrauben konnten. Gegen 1 Uhr morgens konnte dann auch der letzte Mast der 110.000 Volt Notleitung aufgestellt und gesichert werden.

Ein besonderer Dank gilt den Bürgern der Weiner-Bauernschaft in dem Gebiet um die ehemalige Gaststätte Büter. Die drei Helfer Daniel Winkler, Daniel Haller und Thomas Hölge bedanken sich für die einwandfreie Unterkunft und die hervorragende Verpflegung in dieser Zeit. Ohne diese freundlichen Menschen hätte mindestens ein Helfer im Fahrzeug essen und schlafen müssen. Noch nie erlebten die erfahrenen Helfer eine solche Gastfreundlichkeit.  

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