Ladungsbergung mit Schrecksekunde

In der Nacht vom 18.04.06 auf den 19.04.06 wurde der Ortsverband Baden-Baden zu einem LKW-Unfall auf der BAB 5 kurz vor der Anschlussstelle Achern alarmiert. Die Ladungsbergung sollte eine Schrecksekunde beinhalten.

Ein LKW ist nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und blieb in der Böschung an Bäumen hängen. Die Ladung bestand aus Glastüren für Waschmaschinen. Für die Bergung der Ladung und zur Ausleuchtung der Unfallstelle wurden der Radlader und der Lichtmast des Ortsverbandes angefordert.
An der Unfallstelle wurde jedoch schnell klar, dass die Bergung der Ladung reine Handarbeit werden würde. Die Enge und Unwegsamkeit an der Unfallstelle machten einen Einsatz des Radladers unmöglich.

Wie gefährlich die Arbeit nachts auf der Autobahn trotz Ausleuchtung ist, wurde allen Helfern schlagartig deutlich. Ein LKW-Fahrer konnte nicht mehr ausweichen und raste in die von der Autobahnmeisterei aufgestellte Absperrwand. Das Zugfahrzeug der Absperrwand wurde weggeschleudert und blieb entgegen der Fahrtrichtung an einem anderen Fahrzeug der Autobahnmeisterei hängen. Der verursachende LKW kam auf der Mittelleitplanke zum Stehen. Der Fahrer wurde nur leicht verletzt. Nach dessen Erstversorgung und die Absicherung der Unfallstelle durch die anwesenden Helfer wurde die Arbeit zweigeteilt. Die Abschleppunternehmen bargen den zweiten verunfallten LKW und die Helfer des THW Baden-Baden kümmerten sich mit den Kameraden der Feuerwehr Appenweier um die Ladung des ersten verunfallten LKW. Somit wurde die schnellstmögliche Räumung der beiden Unfallstellen gewährleistet.
Die Zusammenarbeit aller an den Fahrbahnräumungen beteiligten Organisationen verlief hervorragend, ein gutes Beispiel wie schnell und effektiv Hand in Hand gearbeitet werden kann.
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Geschrieben von: Marcus Liebich




