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Großeinsatz wegen Dachstuhlbrandes in Baden-Badener Innenstadt

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Einsatzberichte - 2008

Das Wechselladerfahrzeug mit dem AB Abstützholz an der EinsatzstelleAm 15.12.2008 erfolgte ein Großeinsatz von Feuerwehr und THW, nachdem in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Luisenstraße ein Dachstuhlbrand ausgebrochen war.

Gegen 8.13 Uhr wurde die Feuerwehr über den Brand benachrichtigt, der binnen Minuten offene Flammen aus dem Dach des Gebäudes schlugen lies. Anwohner konnten sich alleine in Sicherheit bringen, jedoch kam für einen Bewohner der Dachgeschosswohnung jede Hilfe zu spät. Die Wehrmänner konnten ihn nur noch tot bergen. Aus den Nachbargebäuden wurden weitere Personen evakuiert, da ein Übergreifen der Flammen zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen werden konnte.

 

Nachdem die Hauptträger freigelegt waren, wurden in sämtlichen Räumen die Decken abgestütztDer Zug- und ein Truppführer des THW Baden-Baden bekamen auf dem Weg zur Arbeit diesen Einsatz der Feuerwehr mit und begaben sich in die Unterkunft für Bereitschaftstätigkeiten. Kurz vor 11 Uhr wurde dann Alarm für die Helfer des THW Baden-Baden ausgelöst. Aufgabe war es, wie in vorangegangenen Brandeinsätzen auch, das Abstützen und Aussteifen der Wände und Deckenkonstruktionen in dem vom Brand betroffenen Gebäude. Zudem bekamen die Helfer den Auftrag, mittels Wassersaugern das Löschwasser aus den darunterliegenden Wohnungen aufzunehmen. Auch waren die Helfer unterstützend tätig, wenn es darum ging, den verängstigten Bewohnern ihr Hab und Gut zu bergen, sofern es noch brauchbar war.

Nachdem der Brand unter Kontrolle war, machten sich die THW-Helfer daran, zuerst in der Dachgeschosswohnung die restlichen bestehenden Giebelbalken unter schwerem Atemschutz abzustützen. Aufgrund der Deckenkonstruktion in diesem recht alten Gebäude, erwies sich anfangs das Abstützen schwierig. Zuerst mußten die Kant- und Rundhölzer durch das enge Treppenhaus in die jeweiligen Wohnungen des dreistöckigen Hauses getragen werden. Danach begann man mit dem vorsichtigen Lösen der Decken, die einer sehr großen Belastung durch das Löschwasser ausgesetzt waren. Dies war erforderlich, um die Abstützbalken an den richtigen Auflagepunkten platzieren zu können. Viel Staub und die schweißtreibende Arbeit verlangten den Helfern einiges ab. Schließlich wurden etwa vier Tonnen Holz und etwa 40 Stahlspriese in den drei Stockwerken verbaut.

Freilegen der HauptträgerDa bekannt war, dass dieser aufwendige Einsatz bis in die späten Abendstunden andauern würde, und es im Gebäude selbst keinen Strom mehr gab, entschloss sich der Zugführer, den Ortsverband Bühl zu alarmieren, der mit seiner Fachgruppe Beleuchtung dafür sorgte, das Gebäude von außen sowie von innen komplett auszuleuchten, um für einen reibungslosen Einsatzablauf bei Dunkelheit zu sorgen.

Das Zusammenspiel mit Feuerwehr und unter den beiden Ortsverbänden verlief sehr gut, sodass gegen 21.30 Uhr dieser Einsatz beendet werden konnte. Nach Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft konnten die Helfer unter die verdiente Dusche springen.

 

 

Abstützen von ZimmerdeckenIm Einsatz befanden sich ca. 70 Feuerwehrkräfte, 23 Helfer des THW Baden-Baden und 15 Helfer des THW Bühl. Fahrzeuge: GKW I, Kipper mit Ladekran, GKW II, MTW und Wechselladerfahrzeug mit Abrollcontainer Holz.

Homepage des THW Bühl