Feuerinferno auf der Deponie Tiefloch
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 03.08.2007, wurden die Helfer des THW Baden-Baden zu einem Großbrand alarmiert. Auf der Mülldeponie Tiefloch in Baden-Baden brannte ein Holzlager auf einer Größe von 400 Quadratmetern.
Gegen 01.00 Uhr morgens wurde Vollalarm ausgelöst. Schon auf der Anfahrt zur Unterkunft in der Wörthstraße, war vielen Helfern klar, dass dies eine längere Einsatznacht geben werde, da der Himmel hell erleuchtet war.
Nachdem der Zugführer den Einsatzbefehl von der Feuerwehrleitstelle entgegen genommen hatte, wurden sofort zahlreiche Maßnahmen getroffen. Die Aufgabe der THW-Helfer war unter anderem, die Zufahrtswege zur Einsatzstelle und die Brandstelle selbst großräumig und blendfrei auszuleuchten. Mit dem Radlader sollte das Brandgut auseinandergezogen werden, damit die Helfer der Feuerwehr das Ablöschen beschleunigen konnten. Da sich die Deponie an einem recht hohen Punkt Baden-Badens befindet und nicht klar war, ob die Wasserversorgung die lange Strecke halten würde, wurde zudem ein Fahrzeug mit dem 5000 Liter-Tank bestückt und dieser anschließend mit Wasser befüllt, um die Kameraden der Feuerwehr zusätzlich zu unterstützen.
Gegen drei Uhr wurden die Anwohner der Weststadt und Baden-Oos unsanft geweckt. Der Bürgermeister ordnete an, die Sirenen heulen zu lassen. Damit wurden die Bürger aufgefordert, ihre Rundfunkgeräte einzuschalten. Über die öffentlichen Rundfunkanstalten wurde eine amtliche Gefahrendurchsage ausgesprochen mit der Warnung, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klimaanlagen und Lüftungen auszuschalten. Wie sich später herausstellte, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Anwohner. Dennoch wurden die Anwohner gewarnt, da der dichte Qualm über große Entfernungen zu riechen war und eine Gesundheitsgefährdung zu diesem Zeitpunkt nicht auszuschließen war.
Als gegen sieben Uhr morgens das Tageslicht ausreichend war, konnten die THW-Helfer die Beleuchtung beenden. Der Radlader wurde noch einige Zeit in Anspruch genommen. Gegen 10 Uhr war der Brand unter Kontrolle und die Einsatzkräfte konnten nach dieser anstrengenden Nacht die Heimkehr antreten.
Im Einsatz befanden sich insgesamt rund 120 Helfer der Feuerwehren aus Baden-Baden, Bühl und der Daimler Werksfeuerwehr Rastatt. Zudem war das DRK vor Ort und verpflegte die eingesetzten Helfer mit Essen und Trinken. Das THW Baden-Baden war mit 18 Helfern und GKW 1, Kipper, MKW FGr. E, Lichtmastanhänger, Radlader sowie zwei MTW vor Ort.
Weitere Bilder sowie einen Filmbeitrag gibt es bei der Feuerwehr Lichtental.


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Geschrieben von: Marcus Schlewitz




