Gefahrgutunfall auf der Autobahn
Am 16.3.2010, gegen 11.30 Uhr, ereignete sich auf der BAB 5 in Höhe der Ausfahrt Baden-Baden ein folgenschwerer Auffahrunfall an einem Stauende. Vier LKW fuhren aufeinander, einer davon hatte Gefahrgut geladen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften wurde zur Einsatzstelle beordert, auch die THW-Ortsverbände Baden-Baden und Rastatt wurden alarmiert.
Während ein Fahrzeug des THW Rastatt den entstandenen Stau absicherte, setzten sich die Baden-Badener Kräfte mit GKW 1, Kipper und Gabelstapler in Richtung Unfallstelle in Bewegung, damit die gefährliche Ladung umgeladen werden konnte. Gleichzeitig wurden die beiden Abrollbehälter Mulde und Aufenthalt zur Einsatzstelle verbracht. Der AB Aufenthalt diente den Einsatzkräften als Pausenraum, in den AB Mulde wurde kontaminiertes Ladegut verladen, um dieses bei einer Rastatter Spezialfirma entsorgen zu lassen.
Da der Auflieger des Gefahrgut-LKW an der Stirnseite ziemlich beschädigt war, wurden dort auch verschiedene Gebinde in Mitleidenschaft gezogen. Um ein Umpumpen der Flüssigkeiten durch die eingesetzten Feuerwehrkräfte zu ermöglichen, musste zuerst die Ladung, deren Verpackung nicht beschädigt wurde, abgeladen werden. Während der Entladung organisierte die Einsatzleitung unterdessen Umverpackungen für den Abtransport der Fässer. Auch den Nachschub an Paletten, Folie, Verpflegung, Getränke und viele andere Dinge galt es zu besorgen, denn es wurde sehr schnell ersichtlich, dass sich der Einsatz bis spät in den Abend hineinziehen würde. Deshalb wurden auch frühzeitig weitere Einsatzkräfte des THW Baden-Baden alarmiert, die sich dann mit dem Lichtmastanhänger auf den Weg zur Unfallstelle machten.
Während dieses Einsatzes musste die Feuerwehr Baden-Baden noch zu zwei weiteren Einsätzen auf der Autobahn ausrücken; es wurde ein brennender LKW gemeldet, dies stellte sich aber nur als technischer Defekt am Fahrzeug heraus; später meldeten vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer einen Unfall mit LKW und PKW im Stau. Auch dieser Unfall war weitaus undramatischer als dessen Meldungen und konnte schnell abgearbeitet werden. Gegen 21.30 Uhr waren die Bergungs-, Aufräum- und Straßenreinigungsarbeiten beendet und die Autobahn konnte wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Im Einsatz befanden sich rund 80 Einsatzkräfte; alarmiert wurden aus dem Stadtkreis Baden-Baden zusätzlich zur Ständigen Wache die Abteilungen Sandweier, Oos, Balg, Ebersteinburg, Varnhalt, Neuweier und Steinbach. Hinzugezogen wurden noch die Werkfeuerwehren DOW, Bosch und BASF, das DRK mit der Schnelleinsatzgruppe und die THW-Ortsverbände Baden-Baden und Rastatt.
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Geschrieben von: Marcus Liebich




