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Explosive Stimmung im Stadtwald

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Aktionen - 2008

Der Sprengberechtigte Klaus Anderer begutachtet das Werk seiner ArbeitFast eine Woche lang herrschte kurz vor Pfingsten im Baden-Badener Stadtwald eine explosive Stimmung. Dort fand der praktische Teil eines Lehrgangs "Sprenghelfer I" der THW-Bundesschule Neuhausen statt. Doch nicht die reine Übung stand im Mittelpunkt sondern die Lehrgangsteilnehmer konnten ihr theoretisches Wissen an realen Objekten anwenden. Im Bereich des Wildnispfades sollten sie in Zusammenarbeit mit den Forstamt einige Bäume und Stubben naturnah sprengen.





ImageDer Wildnispfad ist ein Naturerholungsgebiet, in dem die Besucher einen möglichst natürlich belassener Wald vorfinden sollen. Abgestorbene, morsche Bäume stellen jedoch eine Gefahr für das Publikum dar. "Ein Sägeschnitt, und die Gefahr wäre beseitigt", so der zuständige Revierförster Robert Lang. "Aber dies passt nicht in dieses Naturreservat. Also haben wir uns für die Sprengung entschieden." So sehen die Bäume nach kurzer Zeit aus wie wenn sie durch Blitzschlag oder Sturm gebrochen wurden.

 

 

Image Unter Anleitung von Lehrgangsleiter Hagen Vollrath führten die Teilnehmer des Lehrgangs die Sprengungen durch. Planung der Sprengstoffmenge, Platzierung und Tiefe der Sprenglöcher sind einige Beispiele dafür, worauf die angehenden Sprenghelfer achten mussten. Ungefähr zwanzig Bäume und Baumstümpfe, sogenannte Stubben, haben sie in drei Tagen fachgerecht bearbeitet.

 

 

Image Im Anschluss an den Lehrgang übernahm der Sprengberechtigte des THW-Ortsverbandes Baden-Baden Klaus Anderer die Sprengung der übrig gebliebenen Bäume. Vier weitere Kollegen aus den Ortsverbänden Karlsruhe, Neuhausen und Ostfildern unterstützten ihn bei der Vorbereitung und der Durchführung der insgesamt sieben Sprengungen. Mit diesen Sprengungen konnten die THW-Sprengmeister die jährlich nachzuweisende Sprengung durchführen.

 

 

Image Die Sprengungen erfolgten in Zusammenarbeit des THW mit dem Städtischen Forstamt und dem Naturschutzbund Deutschland (NaBu), der diese Methode für den Wildnispfad vorschlug. Am letzten Tag waren vom NaBu auch Michael Hug und Gregor Beyer, der eigens aus Eberswalde angereist war vor Ort. So konnten sie sich von der naturnahen Gestaltung der Baumstümpfe überzeugen: "In wenigen Wochen kann man keinen Unterschied zu echtem Sturmholz mehr erkennen."

 

 

 

 

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